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Press articles

Just a few appetizers of my 5 minutes of fame in Germany and India. Works that show my quite contrasting passions, torn between political satire, sometimes cynicism and spirituality. Since a lot of those press articles on my T-shirt designs show a lot about the big corporations understanding of the freedom of art and a sense of humour you wouldn't expect in Germany stay tuned. There's more to come.

1997

Markensatire

Seit fast zwei Jahren liegen der Kölner Künstler Paul Kalkbrenner und seine T-Shirt-Firma "Abgang" mit dem Shell-Konzern in einem Rechtsstreit: Wegen einer Verballhornung des Namens "Shell" zu "Hell" (Hölle) hatte der Konzern vor dem Hamburger Landgericht eine Einstweilige Verfügung erwirkt (s. Kunstforum, Bd. 135, S. 14).

Das Gericht sah zwar "Inhalt der Aussage und satirische Einkleidung" in Zusammenhang mit der seinerzeitigen Diskussion um die Brent-Spar-Ölplattform und Shells Engagement in Nigeria als "durchaus gedeckt" an, verbot aber einen Vertrieb des T-Shirts zu späteren Zeitpunkten, da "die in einer bestimmten historischen Situation zulässige Kritik" nunmehr "losgelöst von dem historischen Anlaß" sei und dann "das Zeichen (Shell) ein für allemal entwertet und ... als werbendes Symbol zukünftig nicht mehr einsetzbar" wäre. Gegen dieses Urteil steht derzeit eine Berufungsverhandlung beim Oberlandesgericht Hamburg an. Desweiteren wurde "Abgang" auch die Verbindung der Shell-Muschel mit einem stilisierten Totenkopf und dem roten X der documenta untersagt.
Kunstforum, Band 139, Dezember 1997 – März 1998

1996

Satirische Verhohnepipelungen und künstlerische Persiflagen

Satirische Verhohnepipelungen und künstlerische Persiflagen auf Markenartikelnamen und Firmenlogos beschäftigen immer wieder die Gerichte. Der Wiesbadener Geschenkartikelfabrikant Michael Berger ("Harlekin Art") verlor bereits mehrere Prozesse (s. KUNSTFORUM Bd. 130, S. 10). Jetzt steht auch dem Kölner Fotokünstler Paul Kalkbrenner und seiner T-Shirt-Firma "Abgang" juristischer Ärger ins Haus: der Shell-Konzern droht mit Klage wegen der Abwandlung seines Logos zu "Hell" (Hölle), desgleichen fürchten die Anwälte der Firma Mars eine "Schwächung der Kennzeichnungskraft", weil "Abgang" deren Katzenfutter "Whiskas" zu "Whisky" verballhornte. Ebenso wehren sich die dänischen Lego-Hersteller
gegen T-Shirts mit dem Schriftzug "Legal".

Einzig und allein der Jägermeister-Fabrikant Günter Mast freut sich inzwischen über Satiren auf sein Produkt: "Mehr kann eine Marke nicht erreichen. Vielleicht sind wir ja auch aufgrund unserer Toleranz diesbezüglich zum größten Kräuterlikör Deutschlands geworden". Marktforschungsstudien belegen mittlerweile, daß Markenverfremdungen den betroffenen Firmen tatsächlich eher nutzen als schaden. Zusammen mit anderen T-Shirt-Firmen hat "Abgang" beim Bundestag eine parlamentarische Anfrage eingereicht: "Wird das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und die Kunstfreiheit durch die Rechtsprechung im Markenrecht gefährdet ?"
Kunstforum, Band 135, Oktober 1996 – Januar 1997

1996

Gegenmaßnahme der Telekom: Sie greift nun sogar Satire an

Auf Kritik reagiert die Telekom bekanntlich gar nicht – oder empfindlich. So erwirkte sie eine einstweilige Verfügung gegen ein T-Shirt des Kölner Abgang-Verlages. Darauf verknüpfte sich das große T der Telekom mit dem Abrechnungserror von Neujahr zur sinnfälligen Konsequenz für den Telekomkunden [Ed: "T-error"].

Nun ist das rosa T aber ein geschütztes und gehört der Deutschen Telekom ganz alleine. Das Landgericht Düsseldorf befand denn auch auf "Markenverunglimpfung" und wähnte, der arme Verbraucher könnte das -T---error T-Shirt für offizielle Werbung halten. Der Abgang-Verlag malt sich nun in düsteren Farben die Folgen einer möglichen Patentierung gar von Werbesprüchen aus: ... "Nichts ist unmöglich" gehört dann Toyota. Das Wort "Vertrauen" wird urheberrechtlich von der Deutschen Bank beansprucht. Wer etwas tun will, muß sich mit den Juristen von Ford absprechen. "Er kann, sie kann", aber nur noch mit Einwilligung von Nissan. Und wer freundlich fragt "Where do you want to go today?" hat die flotte Klage von Microsoft am Hals.

Als Reaktion auf die einstweilige Verfügung haben sich jetzt Künstler und Musiker solidarisiert. Geplant sind eine Errorkom-CD sowie für Ende Mai eine Veranstaltung mit Kunst und Musik zur Deckung der Prozeßkosten in Köln.
TAZ, Juni 1996

Das erste interaktive T-Shirt der Welt!

Köln – 6.6.1996 (dag/t-off). Was doch etwas Kreativität vermag, zeigte jetzt der kleine Kölner Abgang-Verlag. Dieser produzierte ein T-Shirt mit dem Aufdruck "-T---error". Vor einigen Wochen ließ der Telefon-Gigant Telekom dieses T-Shirt vom Düsseldorfer Landgericht verbieten, weil das pinkrote T ihr ganz alleine gehöre. Auch wolle man sich nicht das Image kaputtmachen lassen. Der innovative Abgang- Verlag entwickelte daraufhin das erste interaktive T-Shirt der Welt.

Auf diesem steht jetzt "- ---error" gedruckt. Dazu kann ein Buchstabenset bestellt werden. KäuferInnen können so selbst kreativ werden und einen Buchstaben eigener Wahl aufbügeln. Der komplette Set kostet 29,90 Mark.

9.6.1996 (gig). Das erinnert an das Märchen vom Hasen & Igel. Die wenig "open-minded" Telekom tickt nicht richtig. Und sie hat in ihrem verbissenen Kampf gegen die Satire einen vollen Pyrrhussieg errungen. Soll denn jetzt womöglich die Polizei hinter TrägerInnnen des "-T---error"-Shirts herjagen? Oder will die Telekom nun sogar jede(n) einzeln gerichtlich verfolgen? Die Telekom sollte endlich das "Übel" bei der Wurzel packen, und zu all ihren vielen Fehlern (error) stehen und diese einfach ausmerzen.
TAZ, Juni 1996

Dokumentation der T-kom T-error T-Shirt Posse durch RTL in der Verbraucher-Sendung "Wie bitte".

1996

Von Farben und Buchstaben

Schon damals gab es Ärger mit der Farbe. 1996 hatte sich der Postkartenvertrieb JOKER-edition aus Berlin nämlich nach dem Gebühren-Skandal der Telekom im Januar einen Scherz einfallen lassen und den Spruch "Toll! Alles wird T-e-u-r-e-r" auf Postkarten gedruckt, die für 1,50 DM/Stück verkauft wurden.

Das allein war noch kein Grund der Telekom, gegen den Vertrieb eine einstweilige Verfügung zu beantragen. Stein des Anstoßes war auch hier die Benutzung der Magenta-Farbe für das Wort "teurer" sowie die typischen Quadrate des Telekom-Logos. Am 9. April kam eine Abmahnung der Telekom, worauf JOKER eiine Unterlassungs-Erklärung unterschreiben sollte. Doch die Edition unterzeichnete nicht. Erwin Meyer, Leiter des Postkartenvertriebs, meinte damals dazu: "Das T ist ein Designer-Zeichen, nicht geschützt. Die Magenta-Farbe auch nicht."

Telekom-Sprecher Hans Ehnert konterte: "Die Magenta-Farbe zielt auf unser Logo ab. Damit wollen wir an die Börse, sind deshalb so empfindlich. Unser Image lassen wir uns nicht kaputtmachen". "Welches Image", fragte Paul Kalkbrenner, Chef des Kölner Verlages "Abgang!". Dort wurden keine Karten, sondern T-Shirts vertrieben.

In diesem Fall war der Telekom die Aufschrift "-T---error" auf dem T-Shirt ein Dorn im Auge. Das Shirt kam auch im Januar heraus, kurz nach der kräftigen Gebührenerhöhung. Eine einstweilige Verfügung wurde am 29. März rechtskräftig. Die Telekom: "Markenverunglimpfung". Doch "Abgang!" legte dagegen Beschwerde ein. Kalkbrenner: "Ein Riesen-Konzern versucht, alle mundtot zu machen. Markensatire ist eine Kunstform." Erwin Meyer von JOKER über die Telekom: "Getroffene Hunde bellen."
http://www.onlinekosten.de/news/artikel/754

1991

"Höhepunkt seiner Präsentation: die völlig abgerockten Konterfeis der beiden Sömmeringmacher Gräbner/Hoffmann vereint mit dem Fotografen unterm abgenadelten Weihnachtsbaum. Ein Jahrhundertbild, wie aus dem Fotoalbum eines Charles Bukowski." Rainer Aring, Prinz

"Außer ein paar wirklichen guten Graffiti und der Ölfässerperformance von Paul Kalkbrenner gab's wenig zu sehen.... Das Shopping-Publikum das zunächst eine ungewöhnliche Jeans-Werbung zu sehen glaubte erlitt einen gelinden Schock." Prinz

1989

Please do not worry if you don't speak German, Hindi or Gujurati. Here, you will soon be able to read press articles about my work in more widely understood languages.

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